Mit mehreren Milliarden Webseiten im Internet kann man sich kaum vorstellen, dass der Aufbau einer eigenen Homepage nicht trivial ist. Tatsächlich gehört zu einer guten Webseite weit mehr als einfach eine Installation eines CMS oder eines Homepage-Baukastens. Oft kommt es hierbei auf deutlich mehr Faktoren an, wie ein Blick auf die wichtigsten Punkte einer Webseite zeigen. Gerade deshalb lohnt es sich einen Blick auf Programme wie den 1und1 Homepage-Baukasten oder auf CMS wie WordPress zu werfen.

Zugegeben, im Vergleich zu den 1990er Jahren ist eine Webseite heutzutage nahezu eine triviale Angelegenheit. Auch wenn die Anforderungen heute je nach Projekt sehr hoch sein können, gibt es eine deutlich größere Auswahl an Möglichkeiten wie das eigene Projekt realisiert werden kann. Diese Auswahlmöglichkeiten waren in den 1990er Jahren vergleichsweise beschränkt: Wer nicht gerade mit Fähigkeiten in HTML oder CSS ausgestattet war, musste meistens auf Lösungen wie Microsoft Front Page, Geocities oder Beepworld zurückgreifen. Hierbei mussten Anwender nicht nur Kompromisse in der technischen Gestaltung machen sondern konnten oft gar nicht ihre eigene Domain verwenden. Während Front Page die Gestaltung von Webseiten ohne HTML-Kenntnisse ermöglichte, waren die technischen und gestalterischen Möglichkeiten im Vergleich zu anderen Lösungen aus der heutigen Zeit stark begrenzt. Dem gegenüber standen kostenlose Homepage-Anbieter die auf ihren Subdomains Webseiten anboten. Hierzu gehört etwa Beepworld, wo zwar Webseiten wie mustermann.beepworld.de, nicht aber mustermann.de gehostet werden konnten.

Die technischen Anforderungen sowie die Ansprüche der Nutzer und aktuelle Trends haben für eine Veränderung der Branche gesorgt. Während sich Homepage-Besucher in den 1990er Jahren von bunten Seiten, originellen Mauszeigern und 16-Bit-Hintergrundmusik begeistern ließen, gelten diese ehemaligen Trends als stark veraltet. Zu weit hat sich die Technik seitdem entwickelt, sodass heute Anwender mit begrenzten Möglichkeiten deutlich mehr aus ihrer Webseite herausholen können als noch vor wenigen Jahren. Ein Blick auf die unterschiedlichen Möglichkeiten zeigt deutlich, welches Potenzial sich hinter jeder Webseite verbirgt.

HTML und CSS

Während die Umsetzung einer neuen Webseite heutzutage meist ohne HTML- und CSS-Kenntnisse funktioniert, waren diese Kompetenzen bis weit in die 1990er Jahre erforderlich um eine eigene Homepage hochzuladen. Wer diese Auszeichnungssprachen nicht konnte, musste meist eine Agentur oder einen Freelancer mit dem Design der Webseite beauftragen.

Die ersten Gehversuche unter diesen Programmiersprachen war vergleichsweise banal: Einfache Farbcodes, keine komplizierten Befehle und – auf Grund der limitierten Internetgeschwindigkeit – geringe Ladezeiten durch sehr einfachen Code. Von aufwändigen Animationen konnte damals nicht die Rede sein. Im Gegenteil: Sofern damals Animationen vorhanden waren, so waren diese auf sehr einfache GIFs beschränkt, die dem interessierten Internetnutzer heute höchstens ein müdes Lächeln hervorlocken würde.

Obwohl HTML und CSS unter Internet-Nutzern auf Grund der Vielzahl von Alternativen nicht mehr die Rolle spielen wie noch vor wenigen Jahrzehnten, bilden diese Programmiersprachen dennoch das Fundament von zahlreichen Content Management Systemen und Homepage-Baukästen. Darüber hinaus lohnt sich das Erlernen von HTML und CSS alleine schon deshalb, weil an Content Management Systemen individuelle Veränderungen mittels Custom Code eingefügt werden können. So kann man auch einem vergleichsweise einfachen WordPress-Theme einen individuellen Anstrich verleihen.

Fazit: HTML und CSS dienen als Grundlage für jeden Web-Entwickler. Grundkenntnisse in diesem Bereich sind auch für diejenigen hilfreich, die mehr individuelles Design in eine WordPress-Webseite oder eine Baukasten-Webseite bringen möchten. Andererseits müssen HTML- und CSS-Kenntnisse erlernt werden, was Zeit und Geld kostet.

Content Management Systeme

Während HTML und CSS viel Vorarbeit erfordert, können Anwender mit einem Content Management System wie etwa WordPress meist innerhalb von wenigen Minuten online sein. Vorkenntnisse sind kaum erforderlich, die Bedienung der Oberfläche ist vergleichsweise intuitiv und bringt dem Anwender viele Gestaltungsmöglichkeiten. Darüber hinaus lässt sich auch feststellen, dass der hohe Verbreitungsgrad von WordPress auch auf die einfache Installation zurückzuführen ist.

Während die Installation von WordPress noch vor wenigen Jahren vergleichsweise kompliziert und für Laien ohne FTP- oder Datenbank-Kenntnisse nur schwer durchführbar war, bieten die meisten Provider heutzutage einen Installationsassistenten an. Anbieter wie 1und1 oder All Inkl. übernehmen hier die Installation und greifen auf die freie zur Verfügung stehende Datenbank zurück.

Das Installieren von Themes sowie das Anlegen von Texten und Videos verläuft weitgehend intuitiv. Hilfreich ist vor allem auch, dass WordPress in verschiedenen Sprachen verfügbar ist und dass sich Benutzerrechte individuell einstellen lassen. So können Administratoren Rechte für Benutzer vergeben, die dann nur auf einen eingegrenzten Bereich zugreifen können.

CMS wie WordPress bieten in der Gesamtbetrachtung viele Vorteile wie bspw. eine hohe Flexibilität, eine große Auswahl an Themes sowie eine große Community, die mit Rat und Tat zur Seite steht, sollte es mal nicht weiter gehen. Darüber hinaus ist natürlich auch der Kostenfaktor von Vorteil: Eine WordPress-Seite ist kostenlos, für den Anwender fallen bspw. nur die Domaingebühren an. Ein ganz klarer Nachteil von WordPress dürfte ohne Zweifel die mangelnde Sicherheit sein: Durch den hohen Verbreitungsgrad von WordPress ist das System auch Hackern und Kriminellen bekannt. Das Ausspähen von Daten ist also über WordPress einfacher und kommt daher häufiger vor als bei einfachen HTML- und CSS-Seiten.

Website-Baukasten

Abschließend lohnt es sich, einen Blick auf die Vor- und Nachteile von Website-Baukästen zu werfen. Während diese Baukästen alles andere als neue Erfindungen sind, haben sie in den letzten zehn Jahren deutlich an Zulauf gewonnen. Dies liegt nicht zuletzt an Anbietern wie Squarespace oder Wix.com die einen größeren Fokus auf das Design gelegt haben, damit möglichst jede Seite einen unverwechselbaren Anstrich hat. Während sich die einfache Installation sicherlich als Vorteil erweist, sind die hohen monatlichen oder einmaligen Kosten eher nachteilig, gerade für diejenigen, die die Installation nur für ein kleines Projekt benötigen. Darüber hinaus ist mit einer eher eingeschränkten Flexibilität bei einer solchen Installation zu rechnen. Zwar kann individueller HTML- und CSS-Code gerade bei hochpreisigen Produkten individuell hinzugefügt werden. Wer hier aber nicht die entsprechenden Kenntnisse mitbringt, muss sich meist mit einer Seite begnügen, die vergleichsweise einfach und wenig individuell aufgebaut ist.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Installation einer einfachen Webseite mittlerweile recht einfach ist. Entscheidend über eine durchschnittliche Seite und einer hervorragenden Webseite wie die Seite ausgestaltet wird und welche Inhalte der Anwender hochlädt. Je mehr individuelle Inhalte und je mehr individueller Code, desto unverwechselbarer sieht die Seite aus. Und ja: Wer hochwertige Qualität haben möchte, muss entweder Zeit oder Geld investieren.